Stuttgart, September 2026 – Auf der Powtech 2026 (29. September – 1. Oktober 2026, Nürnberg, Deutschland) präsentiert Coperion an Stand 7-779 in Halle 7 zwei Neuentwicklungen, die die Förderung von Schüttgütern und Reinigung der Bauteile deutlich optimieren. Mit der neuen, patentierten automatisierten Ausziehvorrichtung „AutoAccess“ für Zellenradschleusen vereinfacht sich das Handling bei der Inspektion, Reinigung und Wartung, wodurch sich Stillstandszeiten erheblich reduzieren. Darüber hinaus stellt Coperion die neu entwickelte WFV-Weiche vor, eine hygienegerechte und wirtschaftliche Lösung für die gravimetrische Verteilung von Schüttgütern.
Neben diesen beiden Neuentwicklungen zeigt Coperion auf der Powtech auch den Coperion K-Tron Dosierer T35-QC zusammen mit einem Vakuum-Abscheider für das automatische Nachfüllen von Inhaltsstoffen.
Automatisierter Schleusenauszug steigert Prozesseffizienz
Mit der automatisierten AutoAccess-Zellenradschleuse präsentiert Coperion eine neuartige Lösung, die den Inspektions-, Reinigungs- und Wartungsprozess deutlich beschleunigt. Wurde die Schleuse bisher manuell geöffnet – über das Entfernen der Schrauben am Seitendeckel und den Auszug des Zellenrades – wird das Handling durch einen für Zellenradschleusen revolutionären, automatisierten Prozess deutlich vereinfacht. In unter einer Minute wird der neue Bajonettverschluss am Seitendeckel der Zellenradschleuse werkzeuglos per Knopfdruck mechanisch entriegelt und das Zellenrad anschließend linear ausgefahren. Zellenrad und Bajonettverschluss können anschließend zur besseren Zugänglichkeit zur Seite geschwenkt werden. Mit dieser Automatisierung reduzieren sich nicht nur der Aufwand und die Stillstandszeiten bei Inspektion, Reinigung und Wartung erheblich, auch ist nicht zwingend eine technische Fachkraft für das Öffnen und Schließen der Zellenradschleuse erforderlich. Bei Reinraumanwendungen ist somit auch weniger Personal eingebunden. Zudem reduziert sich die Gefahr von Beschädigungen am Zellenrad durch falsches manuelles Handling. Eine Standardisierung und Reproduzierbarkeit des Prozesses für Betreiber sind nun ebenfalls möglich.
Coperion hat nicht nur den Auszug der Zellenradschleuse optimiert, sondern auch die für das Ausziehen des Zellenrades notwendige Kupplung und Lagerung des Zellenrads überarbeitet. Mit einer neuen Kupplung kann das Zellenrad nun in jeder Winkelposition eingeführt werden. Das Zellenrad muss nicht erst in eine bestimmte Stellung gedreht werden, um es beim Einführen in das Gehäuse mit dem Antrieb zu verbinden. Durch diesen schnelleren und unkomplizierten Schließprozess vereinfachen sich die Arbeiten nochmals und die Anlagenverfügbarkeit wird erhöht.
Die außenliegende Lagerung der Zellenradschleuse mit der bewährten Wellenabdichtung verhindert das Eindringen von Fördergut in die Lagerung und somit mögliche Schäden an der Zellenradschleuse. Damit werden eine deutlich längere Lebensdauer und eine höhere Betriebssicherheit, insbesondere bei abrasiven oder staubenden Produkten, erzielt. Die Lagerung wurde im Zuge der Überarbeitung angepasst und verstärkt. Durch diese Verstärkung lässt sich das Zellenrad im gezogenen Zustand nun frei am Seitendeckel drehen und erleichtert somit die Reinigung der Kammern und Stege des Zellenrads.